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What Does Data Want?

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Vortrag von Lev Manovich 

Lev Manovich gilt seit The Language of New Media (2001) und Software Takes Command (2003) als der Marshall McLuhan des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Waren seine Untersuchungen digitaler Medien zunächst auf die Ästhetik einzelner Artefakte ausgerichtet, wendete er sich schon bald einem ‚Distant Reading‘ kulturbezogener Daten zu: Schon vor zehn Jahren analysierte er an der University of California mit Hilfe von Supercomputern auf Grundlage großer Datensätze die historischen Veränderungen von Gemälden, Zeitschriftentiteln, Filmen, Videospielen oder Fotos in Sozialen Medien. An der City University New York, wo er bis heute lehrt, startete er danach die Software Studies Initiative; und vor kurzem hat er in der westsibirischen Stadt Tjumen ein Forschungslabor eröffnet, das sich der kulturellen Diffusion in der globalisierten Welt widmet. Als Beitrag zu den Digital Humanities erprobt er dafür mit seinem Team neue Kartierungsmethoden.

Sein Vortrag „What Does Data Want?” stellt vor diesem Hintergrund im Ausgang von den drei zentralen Merkmalen der Big Data (Volumen, Vielfalt und Geschwindigkeit) die Frage nach den Wegen zur Erfassung und Durchdringung der uns heute zur Verfügung stehenden Informationen.

Lev Manovich spricht auf gemeinsame Einladung der Fachgebiete Audiokommunikation und Medienwissenschaft des Instituts für Sprache und Kommunikation an der Fakultät für Geistes- und Bildungswissenschaften der Technischen Universität Berlin.

Die Aufzeichnung des Vortrags "What Does Data Want?" von Lev Manovich am 03.07.2019 ist jetzt online verfügbar.
Part 1: vimeo.com/370037918
Part 2: vimeo.com/370855260

Ortslinien

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Im Projektkurs „Ortslinien“ anlässlich des 90. Geburtstags von Walter Kempowski wurde der Schriftsteller sowohl als Beispiel für die Digitalisierung der Geisteswissenschaften behandelt, wie auch als ein Vordenker des Zusammentreffens von Big Data und Vernetzung, lange vor dem Web 2.0, den sozialen Netzwerken oder browsergestützten Suchmaschinen. Der titelgebende, unveröffentlichte Nachlass von Kempowski enthält Daten unterschiedlichster Art (Text, Bild, Ton etc.), mit denen jeder Tag aus den vergangenen zwei Jahrhunderten repräsentiert werden soll. Ziel des Kurses war es, ein Symposium zu organisieren, an denen Vertreter der Digital Humanities, der Informatik, der Medien- und Kulturwissenschaft und der Künste die ‚Ortslinien‘ als Prototyp einer Datenbank evaluieren. Der intendierte Lernerfolg bei den Studierenden stellte sich dadurch ein, dass sie das jeweilige Hintergrundwissen, welches sie befähigte, die Expert*innen einzuladen und deren Beiträge zu moderieren, im Laufe der Veranstaltung selbsttätig und fortlaufend erwarben. Dies gelang, da die Studierenden selbst in der Verantwortung waren und folglich auf Augenhöhe mit dem Fachpublikum agieren konnten.

ortslinien.ue-germany.de

Eine kleine Doku zum "Ortslinien"-Symposium an der UE Hamburg (April 2019) ist jetzt auf unserem Vimeo-Kanal online. Die Doku könnt Ihr hier sehen.

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